Osteopathische Behandlung bei Kinderwunsch

Trotz Kinderwunsch kommt es bei jedem fünften Paar nicht zu einer Schwangerschaft. Auch Paare, die bereits ein Kind bekommen haben und sich ein weiteres wünschen, sind betroffen. Bei etwa 30 Prozent liegt bei einem der Partner eine biologische Störung vor. In weiteren 30 Prozent der Fälle sind beide Partner nur bedingt fruchtbar und in ca. 10 Prozent aller Fälle können Mediziner und Psychologen keinen biologischen Grund für die Kinderlosigkeit feststellen.

Die Liste der angebotenen Kinderwunschbehandlungen ist lang und reicht von schul- und komplementärmedizinischen Behandlungen (Evidenz-basiert und Beobachtungs- bzw. Erfahrungsmedizin) über Kräuter und Pflanzen (Wirksamkeiten in hohem Maß bestätigt) bis hin zur „Geist- und Fernheilung“ (ohne valide Daten!).

Das ZFN-Behandlungskonzept bei unerfülltem Kinderwunsch verbindet Anteile aus osteopathischer Behandlung, verschiedene Möglichkeiten der TCM, die Pflanzenheilkunde mit einer hohen Eigenverantwortung des Paares. Und das bestenfalls im Einklang mit sinnvollen Angeboten des behandelnden Arztes. Wir beraten Sie gern.

Obwohl das Thema des Kinderwunsches und das der Reproduktionsmedizin medial sehr präsent sind, gehört ungewollte Kinderlosigkeit immer noch zu den ‚Tabu-Themen‘. Trotzdem so viele betroffene Frauen gibt, findet Austausch bestenfalls in ‚anonymen‘ Internetforen statt. Deshalb ist es uns wichtig, allen unseren Patientinnen und Patienten diesen privaten Rahmen auch in der Praxis zu garantieren:

1. Alle patientengebundenen Daten und Informationen unterliegen der Schweigepflicht.
2. Wir garantieren im Behandlungsablauf und darüber hinaus 100 Prozent Diskretion.
3. Womit wir unsere Arbeit qualitativ untermauern, ist unsere Seriosität und Reputation.

In den folgenden Kapiteln werden von uns ein paar Fakten aus dem großen Feld des unerfüllten Kinderwunsches zusammengefasst:
Ungewollt kinderlos und was nun?
Mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit?
Was kosten Behandlungen der Reproduktionsmedizin?
Welches sind die wesentlichen Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen) der Reproduktionsmedizin?
Welche Möglichkeiten bietet die alternative Heilkunde?

Ungewollt kinderlos und was nun?
Bei ungewollter Kinderlosigkeit von mehr als einem Jahr spricht man von herabgesetzter Fruchtbarkeit, Subfertilität oder Sterilität. Die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit liegen etwa zu einem Drittel bei der Frau, zu einem Drittel beim Mann und sind im restlichen Drittel aller Fälle durch kombinierte Faktoren von Mann und Frau bedingt. Bevor auf die Abklärung bzw. Behandlung der Subfertilität eingegangen wird, ist eine Dokumentation des bisherigen Vorgehens bei der Fortpflanzung hilfreich.

Ein Drittel der Paare durchläuft anschließend mehr als eine reproduktionsmedizinische Maßnahme, bis die Schwangerschaft gelingt. Am häufigsten unterziehen sich Frauen zu Beginn einer Hormonbehandlung (etwa 70%). Wenn der Erfolg ausbleibt folgen die Insemination (ca.30%) und als finale Möglichkeit innerhalb Deutschlands die IVF oder ICSI mit etwa 41%. Die Möglichkeit einer Eizellspende bleibt Frauen mit Kinderwunsch in Deutschland leider verwehrt.

Hormontherapie und Insemination führen pro Behandlung vergleichsweise selten zum Erfolg. Die Wahrscheinlichkeit ist bei IVF und ICSI rund doppelt so hoch - die Kosten steigen jedoch ebenfalls.

Mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit?
Ein wesentlicher Faktor ist das Lebensalter. Bei Frauen mit 35 Jahren ist sie nur halb so hoch wie mit 25. Die biologische Uhr tickt dabei nicht nur für Frauen. Jenseits des 30. Lebensjahrs geht auch die Fruchtbarkeit der Männer schrittweise zurück. Aber die beeinflussenden Faktoren sind weitaus umfangreicher. Bei allen statistischen Erhebungen gilt der Grundsatz: „Statistik zählt für den Einzelnen nichts“. Sie sind lediglich als Hinweise zu verstehen.

Geschlechtskrankheiten
Bakterien, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden, können unter anderem einen Eileiterverschluss bei Frauen oder Nebenhoden- und Prostata-Entzündungen bei Männern verursachen.

Hormonelle Störungen bei Frauen
Oft können hormonelle Probleme Fruchtbarkeitsstörungen auslösen. So kann beispielsweise eine Schilddrüsenfehlfunktion die Eizellreifung negativ beeinflussen.

Erkrankungen bei Frauen
Organische Defekte oder Veränderungen der Eierstöcke und Eileiter, des Gebärmutterhalses sowie der Gebärmutter können Schwangerschaften erschweren oder verhindern. Entzündungen, vorangegangene Eileiterschwangerschaften oder Operationen sind weitere Gründe. Auch Endometriose ist eine weit verbreitete Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut, die als Ursache für eine Fruchtbarkeitsstörung in Frage kommt.

Erkrankungen bei Männern
Unfruchtbarkeit ist bei Männern zum überwiegenden Teil auf ein sogenanntes eingeschränktes Spermiogramm zurückzuführen. Das bedeutet, dass nicht genügend intakte und bewegliche Samenzellen produziert werden. Die Spermienqualität kann von Krankheiten, Schadstoffen oder auch einer ungesunden Lebensweise beeinträchtigt werden.

Stress
Erschöpfung, erhöhte Nervosität, Konzentrations- und Schlafstörungen können Anzeichen von beruflichem oder privatem Stress sein. Dies kann nicht nur die sexuelle Lust bei Frauen und Männern, sondern durch eine ungesunde Lebensweise auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Ungesunde Lebensweise
Eine ungesunde Lebensweise hat Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit: Nikotin behindert beispielsweise die Durchblutung der Fortpflanzungsorgane und vermindert so die Chancen auf eine Schwangerschaft. Übermäßiger Alkoholkonsum kann organische Schäden auslösen. Passivität gilt seit der jüngeren Vergangenheit als ein neuer wesentlicher Einflussfaktor.

Übergewicht
Aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts kann es bei stark über- wie untergewichtigen Frauen zu Zyklusstörungen kommen, die eine Schwangerschaft verhindern können. Bei stark übergewichtigen Männern sind Einschränkungen der Samenqualität nachgewiesen worden.

Schwere körperliche Belastungen
Im Gegensatz zu maßvollem und regelmäßigem Sport können schwere körperliche Arbeit oder extreme sportliche Anstrengungen den Hormonhaushalt von Frauen (und Männern) durcheinanderbringen und damit die Fortpflanzungsfähigkeit negativ beeinflussen.

Quelle: Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Was kosten Behandlungen der Reproduktionsmedizin?
Die Kosten schwanken zwischen den Instituten der Reproduktionsmedizin nur geringfügig, da alle Leistungen in der Gebührenordnung verankert sind. Unterschiede gelten (wer hätte das gedacht?) zwischen gesetzlich und privat versicherten Patienten und in Form der verwendeten Medikamente. Rechnen sie im PKV-Bereich mit 500-600 Euro pro Inseminationsbehandlung und 4.500 bis 6000 Euro pro Behandlungszyklus bei IVF und ICSI. (Quelle: Patientenunterlagen)

Die Kosten bei Behandlungen im Ausland schwanken vergleichsweise erheblich um mehrere tausend Euro. Bei Fertilitätsangeboten im Ausland bedenken Sie bitte, dass eine eventuelle Nachbehandlung wegen der Anfahrtswege kompliziert werden kann. Noch problematischer sind Fälle, bei denen Komplikationen (bspw. Blutungen oder starke Schmerzen) auftreten. Eine Behandlung vor Ort ist dann nahezu ausgeschlossen, da rechtlich der verantwortliche Arzt Ansprechpartner ist.

Welches sind die wesentlichen Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen) der Reproduktionsmedizin?
Insbesondere Frauen müssen für eine Kinderwunschbehandlung viel Zeit mitbringen. Häufige Besuche in der Arztpraxis mit sehr kurzen Vorlaufzeiten sind keine Seltenheit. Zeitliche Flexibilität im Beruf ist daher von großem Vorteil und hilft, einen Teil der psychischen Belastung zu reduzieren.

Viele Paare machen während der Therapiezyklen auch ohne zeitlichen Druck eine emotionale Achterbahnfahrt durch. Eine stabile Beziehung und der beiderseitige Kinderwunsch sind dabei eine wesentliche Bedingung. Gelingt die Befruchtung der Eizelle, stellt sich ein Hochgefühl ein, das sich ins Gegenteil verkehrt, wenn sich der Embryo nicht in der Gebärmutter einnistet. Beinahe jede zweite Frau weist nach einer erfolglosen Behandlung Zeichen einer Depression auf, so eine Studie des Robert Koch-Instituts.

Glücklicherweise kommt es seltener zu körperlichen Problemen. Bei einigen Frauen kann eine Überstimulation der Eierstöcke durch die Hormongabe auftreten. Die Bildung von Zysten oder kleinen Polypen wird ebenso durch die Hormone gefördert. Auch Zyklusbeschwerden können resultieren, da ein Eingriff in den natürlichen Hormon-Regelmechanismus immer schwerwiegend sind.

Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und Kaiserschnitt kommen geringfügig häufiger vor. Der größere Unterschied zur natürlichen Geburt ist jedoch, dass es häufiger Mehrlingsgeburten gibt, die wiederum mehr Komplikationen mit sich bringen.

Welche Möglichkeiten bietet die alternative Heilkunde?
Die naturkonformen Behandlungsvorschläge, um die Gesundheit im Körper zu fördern und die Organfunktion wiederherzustellen sind zahlreich und sollten individuell zusammengestellt werden. Um Kinderwunsch vielversprechend zu behandeln, bilden viele kleine Puzzleteilchen ein Gesamtbild.

Beispiele unserer Strategie:
✓ Osteopathie (viszeral, parietal, cranial + Psychodynamik)
Behandlung von Frau und Mann:
✓ Ernährung
✓ Schlafhygiene
✓ Supplements (Tee, Vitamine…)
✓ Spezifische Nahrungsergänzung
✓ Homöopathika

Ihre Möglichkeiten die Funktion Ihres Körpers auf natürliche Weise zu unterstützen, sind also vielfältig. Alle Maßnahmen für sich, oder in Begleitung zur schulmedizinischen Therapie, dienen übergeordnet der Gesundheit der Mutter und werden achtsam ausgewählt.

Wie bei allen Therapien im ZFN-Forchheim gilt der Grundsatz: „Vom Einfachen zum Komplexen, vom leichten zum Schweren“. Alle Therapien werden nach bestem Wissen individuell auf den Patienten und seine Voraussetzungen abgestimmt und zusammengestellt.

Für weitere Fragen oder Ihren persönlichen Behandlungsvorschlag, nehmen Sie einfach zu uns Kontakt auf.