Natürliche Heilkunde / Osteopathische Medizin

„Medizin ist eine praxisorientierte Erfahrungswissenschaft. Ziele sind die Vorbeugung von Erkrankungen oder von deren Komplikationen; die Heilung von heilbaren Erkrankungen, oder die Linderung der Beschwerden in unheilbaren Situationen. Auch die Rehabilitation (Wiederherstellung) der körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Patienten ist Aufgabe der Medizin.“ (Quelle: Wikipedia)

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Anregung und Verbesserung körpereigener Heilmechanismen. Insbesondere die Durchblutung, der Lymphfluss, unbehindert fließende Nervenimpulse sowie die „Durchsaftung“ der Gewebe und Zwischenzellräume, spielen für diese Selbstregulation eine wesentliche Rolle. Dabei ist weniger entscheidend „wo es weh tut“, sondern vielmehr der Ort im Körper, wo Kräfte gebunden und Potentiale gehemmt sind. Ziel der Behandlung ist dann, diese gehemmten Potentiale (Lebensenergie, Chi oder Qi) wieder in Fluss zu bringen. Alles was dann folgt, sind die Effekte der Selbst-Regulationskräfte des Körpers.

Auch Ernährungsprogramme, Selbstaktivierung des Metabolismus (bspw. Sport, Bewegung, Wärmeanwendungen) und die Beeinflussung der seelischen Verfassung (z.B. Psychotherapie) sind wirksam, gestörte Regulationsmechanismen, zu verändern. Betrachtet man dabei die Einmaligkeit und Komplexität unseres Körpers wird eins klar: Nachhaltige und stabile Gesundheit benötigt Achtsamkeit und Zeit.

Welche naturheilkundliche Methode bei welcher Erkrankung zum Einsatz kommt, entscheiden unsere Behandler nach bestem Wissen und gemäß der individuellen Situation des Betroffenen.

Sie finden mehr Informationen und Details zu unseren Therapien und Anwendungen gleich hier in den folgenden Abschnitten.

Übergeordnet kommen im Zentrum für Naturheilkunde und Komplementärmedizin folgende Behandlungen zum Einsatz.

Mehr Informationen zu unserer osteopathischen Heilkunde finden Sie hier: medosteo.de

Körper und Energiearbeit / Osteopathie

Zur Behandlung chronischer Schmerzen haben sich manuelle Körper- und Energiearbeit bewährt. Ein gesunder Körper ist in rhythmischer, fließender Bewegung. Die Körpersysteme stehen in wechselseitiger Beziehung zueinander und verfügen über Mechanismen der Selbstregulation und Selbstheilung. Unfälle, Operationen, Infektionen, Geburtstraumata oder emotionelle Traumata verändern diese Fähigkeiten. Irgendwann gelingt es Ihrem Körper nicht mehr, ein Gleichgewicht zu finden. Es entstehen körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Muskel-, Gelenk oder Rückenschmerzen, dauerhaften Verspannungen und Kopfschmerz.

Hier steckt ein der Ansatzpunkt der Osteopathie. Sie behandelt nicht nur die sichtbaren Symptome, sondern deren zugrundeliegende Störungen. Es gilt mit sanften Techniken die Zonen und Punkte aufzuspüren in denen Blockaden sitzen, entsprechend des Schmerzbildes einzuwirken und die Energien wieder in Fluss zu bringen.

Die parietale osteopathische Behandlung befasst sich mit den Faszien, Muskeln, Knochen und Gelenken des Körpers. Da häufig der Ort der Symptome nicht identisch mit dem der Ursache ist, hat eine sorgfältige Untersuchung einen hohen Stellenwert. Für eine detaillierte Anamnese, Bewegungstests oder das Ertasten von Verspannungen und schmerzhaften Strukturen, sollte sich Patient und Behandler ausreichend Zeit nehmen. Dies ist die Ausgangsbasis für eine ganzheitliche Behandlung. Innerhalb der parietalen Osteopathie kommen unterschiedliche osteopathische Therapieansätze zur Anwendung.

Bei der viszeralen Osteopathie werden die inneren Organe sowie ihre umgebenden Strukturen auf Bewegungseinschränkungen hin untersucht und behandelt. Die Organe sind durch bindegewebige Strukturen miteinander verbunden und eingehüllt. Dieser lockere Verbund ist Grundlage für frei bewegliche Organe bei gleichzeitiger Stabilisierung der Organposition. Durch Fehlfunktionen der Organe aber auch durch äußere Einwirkungen wie Fehlhaltungen, Narben oder Entzündungen kann diese freie Beweglichkeit gestört werden. Langfristig entstehen dadurch Verspannungen oder Verklebungen, die zu chronischen Beschwerden führen können. Innerhalb der Behandlung wird die Eigenbewegung der einzelnen Organe sanft gefördert, die Vitalität eines Organs verbessert und die Selbstheilung angeregt. Diese positiven Effekte wirken sich unmittelbar auch auf Beschwerden des Bewegungsapparates aus.

Die craniosacrale (auch craniale) osteopathische Therapie basiert auf der Arbeit mit dem craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt und welcher sich in den gesamten Körper ausbreitet. Therapeutisch wird die Qualität der rhythmischen Bewegungen erspürt, unterstützen und harmonisiert. Übergeordnetes Ziel ist es Verspannungen zu lösen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen zu lindern, Vitalfunktionen und Stoffwechsel zu stabilisieren und das Immunsystem zu stärken. Die craniale Osteopathie ist neben den energetischen Techniken die sanfteste Anwendung (neurophysiologisch). Ihre beste Wirkung entfaltet sie aber in Verbindung mit den anderen Techniken der manuellen Behandlung. Bestenfalls werden chronische aber auch akute Beschwerden wie folgt behandelt:

Schritt 1: Die Schmerzbehandlung
Alle Bemühungen sind darauf gerichtet, den Schmerzzustand des Patienten zu lindern. Es gibt Fälle, bei denen durch ein einmaliges Einrenken (Manipulation) eine deutliche Linderung zu erreichen ist. Bei anderen Patienten ist gerade dies nicht angezeigt und der Osteopath ist bemüht, durch sanfte Techniken eine Besserung zu erreichen.

Schritt 2: Die Stabilisierung der Genesung
Die Förderung der Zirkulation und der Beweglichkeit ist hierbei das Ziel. Der Therapeut ist bemüht, zu stabilisieren und weitere Fortschritte zu machen.

Schritt 3: Die Harmonisierung der Körpergewebe
In dieser Phase beginnt die eigentliche osteopathische Behandlung an. Jetzt ist es möglich, die Haltungs- und Körperstrukturen zu verändern, welche die Schmerzsituation überhaupt entstehen ließen. Diese Strukturen gilt es zu verändern, zu lockern oder zu kräftigen. Bleibt diese Phase aus, und dies geschieht leider zu oft, ist der Schmerzrückfall oft nur eine Frage der Zeit.

Unsere Therapeuten entscheiden vor Ort nach bestem Wissen und in Abstimmung mit Ihnen, welche Behandlung in Ihrem Fall die erfolgversprechendste ist.

Homöosiniatrie

Die Homöosiniatrie umfasst verschiedene naturheilkundliche Ansätze. Beispielsweise die Neuraltherapie, verschiedene Aspekte der Meridianarbeit sowie andere energetische und manuelle Anwendung zur Selbstregulation. Hierbei unterscheiden wir zwei wesentliche Intensitäten der Intervention. Die Immunmodulation und die Immunstimulation. Während bei der Modulierung nur indirekt auf untergeordnete Regulationszentren eingewirkt wird, zielt die Stimulation auf übergeordnete Zentren oder das fehlerhafte System direkt ab. Durch die Homöosiniatrie können auch reaktionsschwache Patienten, die normalerweise auf Akupunktur nur ungenügend ansprechen, behandelt werden.

Die Homöosiniatrie ist eine Kombination aus Akupunktur und Homöopathie, der Begriff setzt sich zusammen aus „Homöo“ (Homöopathie), „Sin“ (Sinologie = Chinakunde) und „Iatros“ (griech = Arzt). Sie basiert auf Erkenntnissen des deutschen Arztes August Weihe (1840-1896), der schon 1886 einen Zusammenhang zwischen organisch-seelischen Störungen und schmerzhaften Druckpunkten (Weihesche Druckpunkte) sah, die mit homöopathischen Mitteln behandelt werden konnten. Heute versteht man unter dem Begriff Homöosiniatrie die Injektion (Einspritzung) von homöopathischen Mitteln in Akupunkturpunkte, entlang der Meridianlaufbahnen bzw. in Organreaktions- oder Narbenstörfelder. (Quelle: Bund Deutscher Heilpraktiker e.V.)

Die „Injekto-Akupunktur“, die „Infiltration-Therapie“ und die Neuraltherapie haben sich in der praktischen Anwendung durchgesetzt. Während die Injekto-Akupunktur entsprechende Homöopathika als Quaddeln in die Haut einbringt, appliziert die Infiltrationstherapie den Wirkstoff direkt in den Schmerzpunkt in der Tiefe (meist Triggerpunkte) oder in das gereizte Gewebe (meist Muskel- oder Bindegewebe).

Die Neuraltherapie nimmt hierbei eine Sonderstellung ein. Ein lokales Anästhetikum wird als Quaddel in spezielle Bereiche der Haut eingebracht an denen Rezeptoren (Dermatome) direkt mit dem schmerzhaften Organ, dem gereizten Nerv oder einem tieferen Areal verschaltet sind. Mit dieser ‚indirekten‘ Technik wird Einfluss auf das Störfeld genommen und beispielsweise chronische Schmerzbögen unterbrochen und Selbstregulation angeregt.

Unsere Therapeuten entscheiden vor Ort nach bestem Wissen und in Abstimmung mit Ihnen, welche Behandlung in Ihrem Fall die erfolgversprechendste ist.

Pflanzen- & Kräuterheilkunde

Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Grundlage der Pflanzenheilkunde ist die Heilpflanzenkunde, die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält.

In der Pflanzenheilkunde kommen grundsätzlich nur ganze Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln), jedoch keine isolierten Einzelstoffe zur Anwendung. Diese in der Pharmazie Drogen genannten Ausgangsstoffe werden frisch oder als Aufguss bzw. Auskochung (Tee), Saft, Tinktur, Extrakt, Pulver, Ätherisches Öl etc. therapeutisch angewendet. Da immer Stoffgemische wirken, können Heilpflanzen bei verschiedenen Krankheitsbildern zur Anwendung kommen.

Die Pflanzenheilkunde basiert auf traditioneller Medizin (Naturheilkunde). Erfahrungswerte, überliefertes Wissen und Traditionen spielen eine wichtige Rolle. Nicht immer lassen sich die Wirkungen von Heilpflanzen wissenschaftlich nachweisen. Die moderne Pflanzenheilkunde folgt den Grundsätzen der naturwissenschaftlich begründeten Medizin, indem sie von einer Dosis-Wirkungs-Beziehung ausgeht und ähnliche Krankheitsbilder definiert.

Die Pflanzenheilkunde hat eine lange Tradition und ist in verschiedenen Kulturen fester Bestandteil der traditionellen Medizin. So beispielsweise in der Traditionelle chinesischen Medizin (TCM), der ayurvedischen Lehre, der japanischen Kampō-Medizin oder der traditionellen europäischen Phytotherapie (früher TAM = traditionelle abendländische Medizin).

Wenn man den Begriff der natürlichen Heilung und Gesundheit mit Pflanzen und Kräutern etwas Raum gibt, dann gehören im weitesten Sinne zur Pflanzenheilkunde:

  • ‚alte‘ Hausmittelchen
  • Phytotherapie mit Tee, Salben, Auszügen, Wickel und Presslingen
  • Homöopathika
  • Nosodentherapie
  • Pflanzen-Nahrung im täglichen Speiseplan (Ernährungsmedizin)

Neben der Linderung von Beschwerden sind pflanzliche Heilmittel auch zum Erhalt der Gesundheit geeignet (Prävention). Hierzu gehören wiederkehrende Entgiftungen, Leberkuren oder basische Bäder.

Wenn Sie mehr zum Thema pflanzliche Medizin wissen möchten, dann finden Sie unter ,Pflanzen- & Kräuterheilkunde‘ ein kleines Nachschlagewerk zu gängigen pflanzlichen Hausmitteln. Viel Spaß beim Lesen.